Werden Flüchtlinge medizinisch untersucht?

Unmittelbare Untersuchung
Alle Flüchtlinge werden medizinisch untersucht. So verlangt es die einschlägige Verwaltungsvorschrift, und zwar unmittelbar nach ihrer Registrierung in der Ausländerbehörde.

Fragebogen, Röntgen, Blutentnahme
Viel mehr als fünf Minuten, maximal eine Viertelstunde bleiben da nicht. Eine eingehende Untersuchung ist so natürlich nicht möglich. Aber das ist auch nicht das Ziel. "Es ist beschränkt auf das Nötigste. Wir sind also angehalten, und das ist ja die Hauptaufgabe, zu vermeiden, dass sich Infektionskrankheiten ausbreiten können."

Die Asylsuchenden müssen einen Fragebogen ausfüllen, der übrigens in mehr als 20 Sprachen vorliegt, die Lunge wird geröntgt, Blut wird entnommen und bei Bedarf wird auch eine Stuhlprobe gemacht und zwar bei akuten Magen- und Darmproblemen."
Regelmäßig wird auch nach Hepatitis A und B gesucht und bei augenscheinlichen Symptomen auch auf exotische Krankheiten wie Malaria. Ein Aids-Test gehört nicht zur Erstuntersuchung; er wird den Asylsuchenden aber später angeboten, wenn sie in ihrer Zielgemeinde angekommen sind. Das gilt übrigens auch für Schutzimpfungen bei Kindern.

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