Wer ist ein Asylbewerber?

Das deutsche Grundgesetz kennt den Begriff "Flüchtling" nicht, sondern verwendet den Begriff "Asyl". "Politisch Verfolgte genießen Asylrecht", heißt es in Artikel 16a Grundgesetz. Damit ist nur staatliche Verfolgung gemeint. Menschen, die von anderen Gruppen verfolgt werden, fallen nicht darunter. In der Praxis ist ein "Asylberechtigter" nach dem Grundgesetz fast immer auch ein "Flüchtling" nach der Genfer Flüchtlingskonvention. Andersherum muss das nicht so sein. In der Praxis spielt die Anerkennung als "Flüchtling" eine größere Rolle als der Status des "Asylberechtigten". Armut allein reicht nicht aus für den Status eines "Flüchtlings" oder "Asylberechtigten". Die Folgen der beiden Arten von Anerkennung sind aber gleich. "Flüchtlinge" und "Asylberechtigte" erhalten ein Aufenthaltsrecht für drei Jahre. Schon während des Verfahrens erhalten die Bewerber Sach- und Geldleistungen zur Existenzsicherung.

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