Welchen Personenkreis gibt es bei der Behandlung von Flüchtlingen?

Bei der Versorgung von Asylsuchenden sind in der Praxis einige Sonderregelungen bezüglich des Leistungsumfanges und der Abrechnung zu beachten. Grundsätzlich muss zunächst unterschieden werden zwischen Asylsuchenden nach:

  • § 2 AsylbLG: Diese halten sich bereits mindestens 15 Monate in Deutschland auf und besitzen eine Krankenversicherungskarte, die im vierstelligen Statusfeld an Position Zwei mit dem Versichertenstatus „4“- Besondere Personengruppe - gekennzeichnet ist.
  • § 4 AsylbLG: Asylsuchende mit einer Aufenthaltsdauer bis zu 14 Monate. Sie erhalten in Berlin vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) pro Quartal einen Behandlungsschein (sogenannter „Grüner Schein“) mit der Kennzeichnung „A“, der als Grundlage für die Abrechnung der Behandlung dient. Unbegleitete jugendliche Asylsuchende erhalten für die Abrechnung von Leistungen abweichend einen weißen J-Schein, mit dem analog zum Grünen Schein zu verfahren ist, wenn die Zustimmung des amtlichen Vormundes zur Behandlung vorliegt.
  • Asylsuchenden, die noch nicht in einer Erstaufnahmestelle registriert sind und noch keinen Grünen Schein besitzen.

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