Was passiert wenn der Asylantrag abgelehnt wurde?

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder verlässt man Deutschland innerhalb der angegebenen Frist oder man wehrt sich gegen die Entscheidung. Wer aus sogenannten sicheren Herkunftsländern kommt und als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt wird, hat eine Woche Zeit eine Klage beim entsprechenden Verwaltungsgericht gegen den Bescheid des BMF einzureichen. In allen anderen Fällen hat man meist zwei Wochen Zeit sich gegen die Entscheidung zu wehren.

Ablehnung:
    + Flüchtlingseigenschaft
    + Asylberechtigung
    = Widerspruchsfrist zwei Wochen

Ablehnung:
    + Flüchtlingseigenschaft
    + Asylberechtigung
    + subsidiärer Schutz
    = Widerspruchsfrist zwei Wochen

Ablehnung:
    + Flüchtlingseigenschaft
    + Asylberechtigung
    + subsidiärer Schutz
    + Abschiebungsverbote
    * Abschiebungsandrohung mit Ausreisefrist 30 Tage
    = Widerspruchsfrist zwei Wochen
    = Klage hat „aufschiebende Wirkung“ (= Abschiebungsandrohung bis zum Ende des Gerichtsverfahrens nicht vollziehbar)

Ablehnung als offensichtlich unbegründet:
    + Flüchtlingseigenschaft
    + Asylberechtigung
    + subsidiärer Schutz
    + Abschiebungsverbote
    * Abschiebungsandrohung mit Ausreisefrist eine Woche
    = Widerspruchsfrist eine Woche
    = Eilantrag (Ziel: Anordnung der „aufschiebenden Wirkung“) und Klage

Die Widerspruchsfrist beginnt mit dem Datum der Zustellung der Ablehnung. Von diesem Datum an gilt dann die Frist, eine Woche bedeutet 7 Tage inkl. Wochenende und Feiertage. Der Widerspruch muss in Deutscher Sprache erfolgen.

Ist die Ablehnung als offensichtlich unbegründet, solle man sich sofort an einen Anwalt / Beratungsstelle wenden!

Das BAMF hat eine Übersicht zum Klageverfahren erstellt.

Weitere Informationen folgen in Kürze

Zuletzt aktualisiert am 13. Januar 2016 von webmaster.

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