Welchen (Aufenthalts)status kann ein Flüchtling in Deutschland haben?

Asylsuchende/Asylbewerber sind Menschen, die aufgrund ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung in ihrem Heimatland verfolgt wurden und dieses verlassen mussten und in Deutschland einen Antrag auf Anerkennung als ausländischer Flüchtling (Asylantrag) stellen. Sie befinden sich noch im Asylverfahren und das BAMF hat noch keine Entscheidung über eine Anerkennung oder Ablehnung des Antrages getroffen. Bis dahin gelten Einschränkungen bei der Erwerbstätigkeit (i.d.R. 15 Monate keine Arbeitserlaubnis), den staatlichen Sozialleistungen, der Unterbringung (Erstaufnahmeeinrichtung, anschließend erfolgt eine Zuweisung des Wohnortes durch das Amt) und der Mobilität (der Wohnort darf ohne Erlaubnis nicht verlassen werden, Residenzpflicht).

Ende 2014 waren noch rund 170.000 Asylanträge unbearbeitet, in den ersten Monaten 2015 sind weitere aufgelaufen. Für diese Betroffenen dürfte das Leben in der Warteschleife noch erheblich länger dauern als die offiziellen Zahlen suggerieren. Überdies fehlen in der Berechnung geschätzt 20.000 - 30.000 Menschen gänzlich, die sich zwar als Asylsuchende gemeldet haben, aufgrund der Überforderung der Behörden aber nur mit provisorischen Papieren ausgestattet werden, bis sie eine Aufenthaltsgestattung erhalten und damit ein Asylverfahren überhaupt erst in Gang kommt. (PROASYL)

Quelle: FAQ-GUIDE – Flucht & Asyl in Deutschland

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