Welche Entscheidungsmöglichkeiten gibt es im Asylverfahren?

Anerkennung als Asylberechtigter nach Artikel 16a Grundgesetz

Folgen:

  • Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 1 AufenthG - zunächst für 3 Jahre, danach entscheidet das BAMF, ob ein Widerrufsgrund für die Asylberechtigung vorliegt; falls nicht, erfolgt eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis
  • Arbeitserlaubnis
  • keine Wohnsitzauflage (Residenzpflicht)
  • erleichterter Familiennachzug,
  • Anspruch (und Verpflichtung) zum Integrationskurs
  • Reisepass GFK

Artikel 16a Grundgesetz

Flüchtlingsschutz nach §3 Abs. 1 AsylG

Folgen:

  • Aufenthaltserlaubnis § 25 Abs. 2 Alternative 1 AufenthG - zunächst für 3 Jahre, danach entscheidet das BAMF, ob ein Widerrufsgrund für die Asylberechtigung vorliegt; falls nicht, erfolgt eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis
  • Arbeitserlaubnis
  • keine Wohnsitzauflage (Residenzpflicht)
  • erleichterter Familiennachzug
  • Anspruch (und Verpflichtung) zum Integrationskurs
  • Reisepass GFK

Flüchtlingsschutz nach §3 Abs. 1 AsylG

Subsidiärer Schutz nach §4 Abs. 1 AsylG

Folgen:

Subsidiärer Schutz nach §4 Abs. 1 AsylG

Abschiebeverbot nach §60 Abs. 5 und 7 AufenthG

Folgen:

  • Aufenthaltserlaubnis § 25 Abs. 3 AufenthG ( §60 Abs. 5 und 7 AufenthG) - für 1 Jahr
  • eingeschränkter Familiennachzug
  • kein Anspruch (und keine Verpflichtung) zum Integrationskurs
  • Reisepass des Herkunftslandes bzw. Ausweisersatz / Reisedokument

Einfach unbegründete Ablehnung

Folgen:
Abschiebungsandrohung, die Frist für eine freiwillige Ausreise beträgt vier Wochen, die Klagefrist zwei Wochen

offensichtlich unbegründete Ablehnung

Folgen:
Abschiebungsandrohung, die Frist für eine freiwillige Ausreise beträgt zwei Wochen, die Klagefrist eine Woche (7 Tage), eine Klage hat keine aufschiebende Wirkung, Eilantrag nach §80 Abs. 5VVw GO (Verwaltungsgerichtsordnung)
Damit die Klage eine aufschiebende Wirkung hat, mus dies beantragt werden.


Tabelle der Entscheidungsmöglichkeiten

Anerkennung als
Asylberechtigter nach
Artikel 16a Grundgesetz
Folgen:

- Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 1 AufenthG
- zunächst für 3 Jahre, danach entscheidet das BAMF, ob ein Widerrufsgrund für die Asylberechtigung vorliegt;
- falls nicht, erfolgt eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis
- Arbeitserlaubnis
- keine Wohnsitzauflage (Residenzpflicht)
- erleichterter Familiennachzug,
- Anspruch (und Verpflichtung) zum Integrationskurs
- Reisepass GFK
Flüchtlingsschutz
nach §3 Abs. 1 AsylG
Folgen:

- Aufenthaltserlaubnis § 25 Abs. 2 Alternative 1 AufenthG
- zunächst für 3 Jahre, danach entscheidet das BAMF, ob ein Widerrufsgrund für die Asylberechtigung vorliegt;
- falls nicht, erfolgt eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis
- Arbeitserlaubnis
- keine Wohnsitzauflage (Residenzpflicht)
- erleichterter Familiennachzug
- Anspruch (und Verpflichtung) zum Integrationskurs
- Reisepass GFK
Subsidiärer Schutz
nach §4 Abs. 1 AsylG
Folgen:

- Aufenthaltserlaubnis § 25 Abs. 2 Alternative 2 AufenthG - für 1 Jahr
- Arbeitserlaubnis
- keine Wohnsitzauflage (Residenzpflicht)
- erleichterter Familiennachzug
- Anspruch (und Verpflichtung) zum Integrationskurs
Abschiebeverbot nach
§60 Abs. 5 und 7 AufenthG
Folgen:

- Aufenthaltserlaubnis § 25 Abs. 3 AufenthG ( §60 Abs. 5 und 7 AufenthG) - für 1 Jahr
- eingeschränkter Familiennachzug
- kein Anspruch (und keine Verpflichtung) zum Integrationskurs
- Reisepass des Herkunftslandes bzw. Ausweisersatz / Reisedokument

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