Was ist eine Duldung in bezug auf Asyl für Flüchtlinge?

Mit der „Duldung“ wird die Aussetzung der Abschiebung festgestellt. Sie wird dann ausgestellt, wenn eine Person nach negativem Ausgang des Asylverfahrens - oder auch wenn kein Asylantrag gestellt wurde - nicht abgeschoben werden kann, weil der Abschiebung humanitäre, rechtliche oder tatsächliche Gründe entgegenstehen. Dies kann etwa der Fall sein bei einer Erkrankung der Person oder wenn keine Identitätspapiere vorliegen.

Personen mit einer „Duldung“ leben also mit einem sehr unsicheren Status. Es handelt sich nicht um einen Aufenthaltstitel. Personen mit Duldungen erhalten Leistungen nach dem AsylbLG. Sie dürfen grundsätzlich auch arbeiten. Allerdings gibt es die Möglichkeit, ihnen die Arbeitserlaubnis zu versagen, wenn davon ausgegangen wird, dass sie  die Gründe, die ihrer Abschiebung entgegenstehen, selbst zu verantworten haben.

Aufgrund der 2015 beschlossenen Bleiberechtsregelung können Personen nun unter bestimmten Voraussetzung nach 6- oder 8-jährigem Aufenthalt eine Aufenthaltserlaubnis erhalten.

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