Was ist der Unterschied zwischen Rückführung und Abschiebung?

Innerhalb von 6 Monaten nach Grenzübertritt kann eine Person ohne Verwaltungsakt dem Land verwiesen werden, sofern er oder sie keinen Asylantrag gestellt hat und sich demnach illegal im Land aufhält (Eilmaßnahme). Die Zurückschiebung erfolgt dann in das Land, aus dem die illegale Einreise erfolgt ist, wenn dieses Land zur Aufnahme bereit ist (Dublin-Verordnung). Im Unterschied dazu erfolgt eine Abschiebung dann, wenn der Eingereiste einen Asylantrag gestellt hat, dieser aber abgelehnt wurde und die Person deshalb aus Deutschland ausreisen muss.

Bei großen Anstürmen von Flüchtlingen kommt es oft vor, dass sie vor den Verwaltungen zelten müssen, um überhaupt an die Reihe zu kommen und einen Antrag stellen zu können und somit einer Zurückschiebung zu entgehen. Wie zum Beispiel im September 2014 als 500 Flüchtlinge vor der zentralen Aufnahmestelle in Berlin- Moabit zelteten, um ihren Asylantrag zu stellen.

Quelle: FAQ-GUIDE – Flucht & Asyl in Deutschland

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